Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Januar 19, 2018 @ 8:22

Die Zeichen an den Wänden

Die Zeichen an den Wänden;
sie abzuzeichnen vertreibt,
was sich gegen Menschen wendet,
die sie nicht kennen.

Inseln des Rückzugs
im Innern der Erde,
die Höhlungen der Erinnerung
an gemeinsames Menschsein,
öffnen die Faust, die hasserfüllte.
Nie gegen Menschen sei sie erhoben!

Als ich schrieb, überkam mich der Geist
des Verständnisses fürs Anderssein.
Unwesentliche Unterschiede,
aufgeblasen zu Riesen,
lassen uns gar zu gerne
losgehen aufeinander.
Und wir vergessen,
was getan werden muss
in gemeinsamer Zuversicht.

Aber die Zeichen sind ewig,
Wörtern gleich,
die uns zeigen,
was seit Alters her
wirklich nottut.

Die Zeichen an den Wänden:
Sie neu zu schreiben vertreibt,
was sich gegen Menschen wendet,
die sie noch nicht kennen.

Gespeichert unter: Allgemein — Januar 17, 2018 @ 1:04

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Gespeichert unter: Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik — Januar 15, 2018 @ 12:25

Haben wir’s nicht gemerkt? - ein Gedicht auch zur 400sten Montagsdemo gegen S21 heute

Haben wir’s nicht gemerkt?
Jeden Tag wird’s früher hell.
Lichtmess können getrost wir erwarten.
Seine Chancen lässt es sich nicht entgehen:
das junge Jahr zeigt:
Hoffnung ist wohl begründet.
Winterlinge heißen ihre Boten,
aber sie künden schon
vom Frühling, vom immer wieder neuen
Werden.

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Gespeichert unter: Bekenntnisse — Januar 14, 2018 @ 11:28

Gegen Rechtsaußen. Für das Menschenrecht.

Fast alles, was uns die angebliche Alternative zu einer demokratischen Gesellschaft für unser Volk aufzeigen will, aber in völkisch verblendeter Manier daherkommt und schnurstracks zu Unmenschlichkeit und einer Diktatur führt, ist widerwärtiger Schwachsinn.
Abschaffen wird man Schwachsinn nun aber bestimmt nicht können. Woran wir arbeiten müssen, soweit wir das vermögen, ist von einer Welt zu träumen zuerst, aber dann auch zu erzählen, die für alle Menschen (oder zumindest für den größten Teil der Menschheit) erstrebenswert ist - auch unter dem Aspekt, dass sie nicht auf dem Weg zu ihrem Ende ist. Das würde dem Schwachsinn den Boden entziehen, auf dem er wirken kann.
Eine bedingungslose Grundsicherung wäre wohl so etwas, was vielleicht anfangs nur in reichen Ländern möglich ist, aber perspektivisch in einer gerechter werdenden Welt überall möglich werden müsste. Das wäre eine Welt, in der jede Person, aber auch jede Vereinigung welcher Art auch immer, ihre Kreativität ohne eine Grundangst leben könnte, eine Kreativität, die allen Menschen zugute kommen will.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Januar 7, 2018 @ 7:41

Göttlich

Göttlich ist nicht wie Gott allein;
göttlich ist der Ursprung des Lebensodems,
die Ruach, die Schöpferin allen Lebens;
göttlich sind Menschen, die Göttliches
uns aufscheinen lassen, fassbar machen,
anschaubar zu werden vermögen;
göttlich ist Gesang, Schönheit und Liebe.

Die alten Völker fassten dies alles
in anschauliche Götterfiguren.
Damit vermieden sie unheilstiftendes
Herrschergebaren, das nichts mehr
gelten ließ, als was als Befehl die Menschen erreichte.

Wo Dogmen aufgestellt wurden,
verschwand das Göttliche im Eiskalten
einer patriarchalen Gottesfigur,
neben der nichts Göttliches sonst
Platz hatte neben dem Alleinherrscher des Himmels.

Göttlich soll Göttinnen und Götter bezeichnen,
nicht Götter allein oder Gott.
Vielleicht brauchen wir ein neues Wort,
um es unzweideutig ausdrücken zu können
in Zukunft.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Januar 5, 2018 @ 8:28

Seeon macht’s deutlich

Benedictio orbi dicimus.
Aber keinen Segen für Orban
und seine Freunde,
weil sie kein Segen sind
für den Weltkreis.

Gespeichert unter: Bekenntnisse, Neue Maier-Lyrik — Januar 5, 2018 @ 2:46

Hoffnung auf Vernunft

Wie wunderbar: global
kann diese Hoffnung werden:
Global das Drängen
nach neuer Aufklärungsphilosophie.
Dies Drängen, diese Hoffnung
stärker sind sie als jede Unterdrückung:
Wie kann Vernunft, die sich nun speist
aus edlem Menschenwollen,
endlich Gerechigkeit zu etablieren,
durch Kerker und durch Mauern
ewig mundtot gemacht
und je nun zu verstummen
gebracht noch werden
durch ödes Herrschaftsgebaren?
Wir werden frei sein wie schon Menschen waren,
die kühn die Knechtschaft überwanden.
Wir wollen trauen endlich auf Vernunft
und uns nicht fürchten vor der Kraft von Dogmen.

Sehr angerührt hatte mich unter anderem ein Post von Barbara Naziri auf Facebook: https://www.facebook.com/BlackBary/posts/1675842335805241?comment_id=1676009355788539&reply_comment_id=1676071949115613&notif_id=1515161901336550&notif_t=feed_comment_reply&hc_location=ufi

Gespeichert unter: Bekenntnisse — Januar 3, 2018 @ 2:09

Eine neue Aufklärung ist nötig

Eine weltweite neue Aufklärung ist nötig, die zeigt, dass ein wirklich gutes Leben nur ohne übertriebenen Reichtum und ohne Herrschaft über andere Menschen möglich und erstrebenswert ist. Das schließt wahrscheinlich eine neue Reformation der patriarchalen Religionen mit ein.

Gespeichert unter: Neue Maier-Lyrik — Dezember 31, 2017 @ 12:04

Leben und leben lassen

Leben und leben lassen!
Ich plädiere also für Toleranz.
Nur:
Wenn einer andere
nicht (über-)leben lassen will:

Da werd’ ich intolerant!

Gespeichert unter: Allgemein — Dezember 21, 2017 @ 5:16

Gute Wünsche

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